Welche Ausrüstung man für Sambo braucht
Jacke, Shorts, Ringerschuhe – danach beginnen die Unterschiede zwischen Sport- und Kampfsambo. Wir haben das Set Punkt für Punkt zusammengestellt: was Einsteiger kaufen und was für Wettkämpfe hinzukommt.
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Eine Sambo-Ausrüstung stellen Sie in zwei Schritten zusammen. Zuerst die Grundausstattung, ohne die man die Matte nicht betreten darf: Jacke, Gürtel, Shorts und Schuhe. Alles Weitere hängt davon ab, ob es sich um Sportsambo oder Kampfsambo handelt – beim Kampfsambo kommt zur Grundausstattung Schutzausrüstung hinzu, da Schlagtechniken erlaubt sind.
Die Regeln des Internationalen Sambo-Verbands (FIAS) legen die Bestandteile der Kleidung eindeutig fest: „Sambo-Jacke, Sambo-Schuhe, Sambo-Shorts“. Alles andere sind abgeleitete und umgangssprachliche Bezeichnungen, bei denen man beim ersten Einkauf leicht durcheinanderkommt.
Wie heißt die Sambo-Kleidung?
Die offizielle Bezeichnung der Jacke in den Regeln lautet Sambo-Jacke. In Trainingshallen und Anzeigen heißt sie umgangssprachlich „Sambowka“; in den Regelwerken des Verbands kommt dieses Synonym nicht vor. Die Schuhe heißen laut Regeln Sambo-Schuhe, im Alltag „Borzowki“ (Ringerschuhe).
Eine Sambo-Jacke ist weder ein Judogi noch ein Kimono. Die Unterschiede liegen in der Konstruktion:
- Flügel an den Schultern – charakteristische Vorsprünge, an denen gegriffen werden darf. Beim Judogi gibt es sie nicht.
- Gürtelschlitze in Taillenhöhe – der Gürtel wird durch die Jacke gezogen und nicht nur um sie herumgelegt.
- Kürzerer Ärmel und enger, körpernaher Sitz: Die Jacke darf nicht schlackern.
Das Wort „Kimono“ ist im Zusammenhang mit Sambo umgangssprachlich und ungenau: Der Kimono gehört zu anderen Disziplinen und hat einen anderen Schnitt.
Grundausstattung: Was Sie fürs Training brauchen
| Artikel | Zweck | Worauf bei der Auswahl zu achten ist |
|---|---|---|
| Jacke (Sambowka) | Hauptbestandteil: An ihr wird gegriffen, auf ihr baut die gesamte Technik auf | Stoffdichte und Qualität der Flügelnähte – dort reißt sie in der Regel zuerst |
| Gürtel | Hält die Jacke zusammen, wird durch die Schlitze gezogen | Länge nach Körpergröße: Nach dem Knoten sollten auf jeder Seite 20–30 cm überstehen |
| Shorts | Unterteil der Kleidung, passend zur Farbe der Jacke gewählt | Elastischer Bund, keine groben Nähte an der Oberschenkelinnenseite |
| Sambo-Schuhe (Borzowki) | Schuhe: Haftung auf dem Belag und Halt für das Sprunggelenk | Weiche Sohle ohne vorstehende harte Teile, hohe Schnürung, Größe exakt passend zum Fuß |
Was Vereine über die Grundausstattung hinaus beschaffen
Für eine Trainingsgruppe werden üblicherweise Knie- und Ellenbogenschoner ergänzt – sie sind laut Regelwerk nicht vorgeschrieben, verringern aber spürbar Schürfwunden und Schleimbeutelentzündungen bei Gruppen, die viel im Bodenkampf arbeiten.
Was bei Wettkämpfen hinzukommt
Bei offiziellen Wettkämpfen ist die Kleidung farblich vorgeschrieben: Jacken und Gürtel werden aus Baumwollstoff in Rot und Blau gefertigt, wobei dem Teilnehmer jeweils eine der beiden Farben zugewiesen wird. Schuhe sind kombiniert in Rot-Blau zulässig. Praktische Folge für Sportler und Verein: Die Ausrüstung wird in zwei Farben benötigt, sonst muss man schon beim ersten Turnier in Eile die zweite nachkaufen.
Sportlerinnen treten in einem Top an – es muss einfarbig weiß sein; Tops mit Bildern und Aufschriften sowie schmutzige, zerrissene und solche mit ausgeleiertem Halsausschnitt sind nicht zulässig. Die Regeln sehen außerdem eine Schutzbandage für Männer und einen BH für Frauen vor.
Kampfsambo: Was zur Ausrüstung hinzukommt
Im Kampfsambo sind Schlagtechniken erlaubt, daher werden anstelle der Shorts für Sportsambo die Shorts für Kampfsambo getragen, und die Ausrüstung wird zwingend um Schutzausrüstung ergänzt. Die FIAS-Regeln zählen sie einzeln auf:
- Helm für Kampfsambo – mit offenem Kinn- und Gesichtsbereich.
- Handschuhe für Kampfsambo – Schlag-Greif-Handschuhe: Sie schützen die Hand, lassen aber das Greifen weiterhin zu.
- Beinschützer – bedecken die Schienbeinvorderseite und die Schnürung der Sambo-Schuhe.
- Mundschutz – Schutz für Zähne und Kiefer.
- Harte Schutzbandage (Tiefschutz), bei Frauen zusätzlich ein Brustschutz.
| Sportsambo | Kampfsambo | |
|---|---|---|
| Sambo-Jacke, Gürtel, Sambo-Schuhe | ja | ja |
| Shorts | Sambo-Shorts | Shorts für Kampfsambo |
| Helm | nein | ja |
| Schlag-Greif-Handschuhe | nein | ja |
| Mundschutz | nein | ja |
| Schienbein- und Schnürungsschutz für die Schuhe | nein | ja |
| Harte Schutzbandage (Tiefschutz) | nein | ja |
So wählen Sie die richtige Größe
Die Jacke wird nach Körpergröße und Brustumfang gewählt, Shorts nach Körpergröße und Taillenumfang, Schuhe streng nach der Fußlänge: Zu weite Schuhe scheuern durch Falten, zu enge nehmen das Gefühl für den Stand. Die Größentabellen für Jacken, Shorts, Ringerschuhe, Helme und Schutzausrüstung sind in einer eigenen Größentabelle zusammengefasst – dort steht auch, wie man Maß nimmt.
Beim Vereinseinkauf ist es einfacher, die Größen nicht einzeln auszuwählen, sondern eine Liste nach der Zusammensetzung der Gruppe zu schicken: Wir stellen die Ausrüstung zusammen und berechnen den Preis unter Berücksichtigung der Menge.
Was die Kennzeichnungen von VFS und FIAS bedeuten
Ein Teil der Ausrüstung wird mit einer Lizenz des Allrussischen Sambo-Verbands (VFS) oder des Internationalen Sambo-Verbands (FIAS) hergestellt. Der praktische Nutzen ist die Zulassung zu Wettkämpfen der jeweiligen Ebene: Bei gesamtrussischen Wettkämpfen und in Nationalmannschaften muss die Ausrüstung lizenziert sein. Für den Trainingsbetrieb ist das nicht erforderlich.
- Sambo-Ausrüstung – die gesamte Kategorie — Jacken, Shorts, Ringerschuhe, Schutzausrüstung
- Sambo-Jacke mit VFS-Lizenz
- Sambo-Jacke mit FIAS-Lizenz
- Sambo-Shorts
- Ringerschuhe
- Helme für Kampfsambo
- Handschuhe für Kampfsambo
- Größentabelle
Sie stellen die Ausrüstung für eine Trainingsgruppe oder Nationalmannschaft zusammen? Senden Sie uns die Zusammensetzung der Gruppe und die Größen – wir stellen die Ausrüstung zusammen und nennen Ihnen den Preis unter Berücksichtigung der Menge. Eigene Produktion, Marke RSM.
Kurz gefasst: häufige Fragen
Wie heißt die Jacke für Sambo?+
Nach den Verbandsregeln heißt sie Sambo-Jacke. In den Hallen nennt man sie „Sambowka“, doch das ist ein umgangssprachliches Synonym, das in Regelwerken nicht vorkommt. Von der Judojacke unterscheidet sich die Sambo-Jacke im Schnitt: kürzere Ärmel, Schlaufen für den Gürtel und Schulterflügel, an denen das Greifen erlaubt ist.
Was braucht ein Anfänger für das erste Training?+
Sambo-Jacke, Gürtel, Shorts und Sambo-Schuhe (Ringerschuhe). Das reicht für den Einstieg; alles Weitere kommt hinzu, sobald im Programm Würfe mit voller Kraft und Sparring dazukommen.
Wie unterscheidet sich die Ausrüstung für Kampf-Sambo von der für Sport-Sambo?+
Es werden spezielle Shorts für Kampf-Sambo verwendet, dazu kommt Schutzausrüstung: Helm mit freiem Kinn und Gesichtsschutz, Schlag- und Griffhandschuhe, Schienbeinschützer und Schuhschnürung, Mundschutz, harter Tiefschutz und für Frauen ein Brustschutz. Im Kampf-Sambo sind Schlagtechniken erlaubt, daher ist die Schutzausrüstung Pflicht.
Darf man in Sneakern trainieren?+
Nein. Laut Regelwerk müssen Sambo-Schuhe aus weichem Leder oder synthetischem Gewebe bestehen, eine weiche Sohle haben und keine hervorstehenden harten Teile aufweisen. Die harte, profilierte Sohle von Sneakern beschädigt die Mattenplane und bleibt bei Drehbewegungen am Belag hängen.
Wie wählt man die richtige Größe?+
Die Größen von Jacken, Shorts, Ringerschuhen, Helmen und Schutzausrüstung sind in einer eigenen Größentabelle auf der Website zusammengefasst; dort steht auch, wie Sie Maß nehmen. Bei Vereinsbestellungen ist es einfacher, eine Größenliste passend zur Gruppe zu senden.





